WICHTIGER HINWEIS ZUM CORONA-VIRUS

Bis auf weiteres dürfen Kinder keine Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle oder Heilpädagogische Tagesstätte betreten.

Ein Praktikumsbericht

Soziales Praktikum 2009

Von D. N., 9c

Was ist die „Arche Noah"?

Die Arche Noah ist eine Evangelische Einrichtung, die sowohl ein Kindergarten als auch eine Kinderkrippe führt.
In der Kinderkrippe werden Kinder zwischen 1-3 Jahren und in dem Kindergarten Kinder zwischen 3 und 6 Jahren aufgenommen.
Kinderkrippe und Kindergarten sind jeweils in 3 kleinere Gruppen aufgeteilt. Zu der Betreuung der Kinder gehören auch gemeinsame Ausflüge, Spiele, Singkreise, gemeinsames Zähneputzen zur Mittagszeit und gemeinsame Projekte. Außerdem ist es den Kindern möglich 3mal am Tag eine Mahlzeit zu sich zu nehmen (Frühstück(freiwillig zwischen halb neun und halb zehn), ein gemeinsames, warmes Mittagsessen (ab viertel vor 12) und ab 2 Uhr eine freiwillige Brotzeit)
Die evangelische Kooperationseinrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass hauptsächlich Kinder evangelisch-christlicher Religion dort sind, vor dem Mittagsessen ein Gebet gesprochen wird und dass diese Kindertagesstätte von der (ev.) Kirche unterstützt wird. Da die Kooperationseinrichtung keine rein-städtische Einrichtung ist, war ein Gesundheitscheck nicht nötig.

Der Alltag

Am ersten Tag gab es erst einmal eine kleine Einweisung der Leiterin Frau E. wie zum Beispiel die Arbeitszeiten, Haupt-Regeln und Umgang mit den Kindern. Zum Arbeitstag:
Während der Arbeitszeit von 8Uhr bis 15Uhr (von 13-14Uhr Pause), war meine Aufgabe, auf die Kinder aufzupassen, ihnen zu helfen und jederzeit für sie bereit zu sein. Diese Aufgabe war kein Problem, da die Kinder sehr offen waren und sich gern helfen ließen. Der feste Tagesablauf bestand aus Tischdecken und Abdecken für das Frühstück (ab 8.15Uhr), dann um halb zwölf gemeinsames Hände waschen mit den Kindern, um kurz vor zwölf Tischdecken für das Mittagsessen, Betreuung der Kinder während dem Essen und als letzter fester Punkt Tisch wieder abdecken.
Die restliche Zeit war freie Zeit, in der das Programm variiert hat, bzw. in der die Kinder spielen oder lesen konnten. Während dieser Zeit war ich hauptsächlich dazu da, um mit den Kindern zu spielen und ihnen aus Kinderbüchern vorzulesen.
So gegen 15Uhr waren die meisten Kinder bereits wieder daheim und auch mein Arbeitstag beendet.
In jeder Gruppe gab es mindestens eine Person, die eine leitende Funktion hat und 2-3 Betreuerinnen.
Jede dieser betreuenden Personen muss bereits ein Studium gemacht haben, um in der Kooperationseinrichtung arbeiten zu dürfen, d.h. einfache Mutter, ohne Ausbildung, wird nicht zur (Teilzeit)Betreuung zugelassen.
Außerdem muss jede Gruppe eine Erzieherin haben, welche die Kinder beobachten muss, bzw. die den Eltern ein Feedback zur Entwicklung ihres Kinds geben darf/kann.
Diese Erzieher haben ein 5Jähriges sozial-psychologisches Studium hinter sich gebracht. Die Betreuer, im Vergleich dazu, ein dreijähriges Studium - also 2Jahre kürzer.
In der Kooperationseinrichtung „Arche Noah" arbeiten die Erzieherinnen mit den Betreuerinnen jedoch Hand -in- Hand und es gibt keine großen Unterschiede, was den
Umgang mit den Kindern betrifft. Lediglich die Elterngespräche und Entwicklungsbeobachtung der Kinder muss von einer Erzieherin übernommen werden. Außerdem MUSS in jeder der Gruppen mindestens eine Erzieherin beschäftigt sein.

Wie waren die Kinder?

In der Papageien-Gruppe, in der ich eingeteilt war, waren die Kinder in einem Alter zwischen 3 und 6Jahren.
Die 3-jährigen Kinder kamen größtenteils aus einer der Kinderkrippen-Gruppen der „Arche Noah" und kannten somit die Einrichtung schon.
Die Größeren Kinder, zwischen 5 und 6Jahren, waren in einer so genannten „Vorschulgruppe", da sie bald in das Schulleben eintreten konnten.
Innerhalb der Gruppe gab es sonst aber keine Unterteilungen der Kinder, d.h., die Kinder haben die „Freie Zeit" und die Mahlzeiten gemeinsam verbracht.
Mit den Kindern gab es überhaupt keine Probleme bezüglich Verhalten oder Umgang. Gleich am ersten Tag wurde ich von ihnen sehr freundlich begrüßt und wohl gleich als „Spielpartner" akzeptiert. Dementsprechend schwer fiel ihnen und mir der Abschied.
Unter den Kindern waren die verschiedensten Kulturen vertreten, von Kindern mit spanischer Herkunft über Kinder mit amerikanischen Eltern bis hin zu Kindern aus dem näheren Ausland. Jedoch wurde von allen ein, teilweise beinahe, perfektes Deutsch gesprochen, Verständigungsschwierigkeiten gab es deshalb nicht. Um noch einmal zu dem Alltag der Kinder zurückzukommen:
Für die Kinder gab es neben den kurzen Wander-Ausflügen und freien Spielzeiten ein großes Angebot an verschiedenen Aktivitäten und Kursen. So konnten zum Beispiel die Vorschulkinder einen „Vorschulkurs" besuchen, in welchem sie auf die Schule vorbereitet wurden und in dem sie spielerisch schon mal Zahlen und Buchstaben kennen lernten. Für die Jüngeren gab es außerdem zum Beispiel eine Sport/Turn-Gruppe oder einen Bastelkurs.

Meine Erfahrungen:

Gleich nach der Ankunft begrüßt mich die überaus freundliche Frau E., teilt mir und den anderen beiden Praktikanten grob den Ablauf des Praktikums mit und weist uns ein. Schon um viertel nach 8 bin ich das erste Mal in meiner Gruppe.
Auch die Erzieherin erweist sich als sehr nett und steht mir hilfsbereit zur Seite.
Gleich nach dem Frühstück gibt es einen Singkreis, in dem ich den Kindern vorgestellt werde und ich ein bisschen was über die „Papageien" Gruppe lerne.
Gleich danach stürzen sich die Kinder praktisch auf mich und freuen sich wohl sehr darüber, dass sie endlich mal wieder einen neuen Spiel-Partner haben.
Schon nach wenigen Tagen kannte ich alle Kinder und alle Kinder kannten mich. Es war jeden Tag sehr schön mit ihnen zu basteln oder ihnen etwas vorzulesen. Bald war ich ihr bester Freund und sie waren echt traurig, als ich nachmittags wieder gehen musste. Eigentlich gab es jeden Tag etwas Neues wie z.B. einen Ausflug in den Wald oder ein Bastel-Projekt, weshalb es nie einen langweiligen Alltag gab.
Nach einigen Tagen durfte ich sogar schon größere Aufgaben übernehmen, wie die Kinder zum Händewaschen zu führen oder ihnen beim Zähneputzen zu helfen. Alleine gelassen wurde ich jedoch nie - die Betreuerinnen waren Fragen gegenüber sehr offen und halfen mir bei Problemen, von denen es eigentlich fast keine gab. Insgesamt war es ein sehr schönes und gelungenes Praktikum.
Innerhalb dieser 8Arbeitstage habe ich den Beruf eines Erziehers kennen und schätzen gelernt.
Ich werde trotzdem nicht den Berufswunsch "Erzieher" haben, da ich mir schon von klein auf wünsche einmal Ingenieur im Fachbereich Elektrotechnik zu werden, jedoch wäre der Beruf des Erziehers eine schöne Alternative.

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